Astronomie-Fakten aus allen Geschichten gesammelt – nach Buch oder Thema filterbar.
Welcher Planet ist der Sonne am nächsten?
Merkur
Merkur ist der erste Planet von der Sonne aus. Tagsüber wird es dort über 400 °C heiß, nachts fällt die Temperatur unter −170 °C, weil er fast keine Atmosphäre hat, die die Wärme speichert.
Warum wird die Erde oft „der blaue Planet“ genannt?
Weil sie aus dem Weltall betrachtet blau aussieht.
Etwa 70 % der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt – deshalb erscheint die Erde aus dem All blau.
Welcher Planet ist der größte im Sonnensystem?
Jupiter
Jupiter ist so riesig, dass über 1.300 Erden hineinpassen würden. Sein berühmter Roter Fleck ist ein Sturm, der seit über 300 Jahren wütet.
Was ist an Uranus ganz besonders?
Er liegt fast auf der Seite.
Uranus ist um etwa 98 Grad gekippt, als hätte ihn jemand umgestoßen – deshalb rollen seine Ringe wie ein Reifen, statt wie bei Saturn waagerecht zu kreisen.
Welcher Planet ist der heißeste im Sonnensystem?
Venus
Durch ihre dichte Atmosphäre aus Kohlendioxid und Schwefelsäurewolken staut sich die Hitze – auf der Venus wird es bis zu 470 °C heiß, heißer als auf dem sonnennäheren Merkur.
Warum ist Merkur trotz seiner Sonnennähe nicht der heißeste Planet?
Weil er fast keine Atmosphäre hat, die die Wärme speichert.
Nachts fällt die Temperatur auf Merkur deshalb auf unter −170 °C – der Unterschied zwischen Tag und Nacht ist riesig.
Wie wird Mars auch genannt und warum?
Der „Rote Planet“ – weil seine Oberfläche voller rostender Eisenstaub ist.
Der Vulkan Olympus Mons auf dem Mars ist mit fast der dreifachen Höhe des Mount Everest der höchste Vulkan im ganzen Sonnensystem.
Woraus bestehen die Ringe des Saturn?
Aus Milliarden von Eis- und Gesteinsbrocken.
Manche Brocken sind so klein wie Sandkörner, andere so groß wie ein Haus – trotzdem sind die Ringe an manchen Stellen nur wenige Meter dünn.
Warum geht die Sonne auf der Venus im Westen auf statt im Osten?
Weil sich die Venus rückwärts um ihre eigene Achse dreht.
Das nennt man eine retrograde Rotation – die Venus ist damit eine Ausnahme unter den Planeten des Sonnensystems.
Wo liegt der Asteroidengürtel?
Zwischen den Planeten Mars und Jupiter.
Dort kreisen viele Felsen, Brocken und Staub um die Sonne. Jupiters starke Schwerkraft hat verhindert, dass sich in dieser Zone ein richtiger Planet bildet.
Was ist Pluto heute?
Ein Zwergplanet.
Pluto war früher der neunte Planet im Sonnensystem, bis Astronominnen und Astronomen 2006 beschlossen, dass er zu den Zwergplaneten gehört, weil er zu klein ist, um seine Umlaufbahn freizuräumen.
Was passiert, wenn sich ein Komet der Sonne nähert?
Sein Eis beginnt zu schmelzen und er bekommt einen leuchtenden Schweif.
Kometen bestehen aus Eis, Staub und Gestein. Der bekannte Komet Halley kommt zum Beispiel alle 76 Jahre an der Erde vorbei – das nächste Mal im Jahr 2061.
Was ist die Oortsche Wolke?
Eine riesige, ferne Kugelschale aus Eisbrocken, Staub und Gestein, die das ganze Sonnensystem umgibt.
Sie ist so weit entfernt, dass noch nie ein Mensch oder Raumschiff dort war. Forschende kennen sie nur durch Berechnungen und die Beobachtung von Kometen.
Wie groß ist der Zwergplanet Ceres ungefähr?
Etwa 940 Kilometer im Durchmesser.
Ceres liegt im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und ist dort der größte Zwergplanet.
Woraus bestehen die meisten Asteroiden?
Aus Gestein, Metall oder einer Mischung aus beidem.
Viele Asteroiden sind Bruchstücke größerer Himmelskörper, die vor langer Zeit zusammengestoßen und zerbrochen sind.
Wo liegt der Kuipergürtel?
Hinter der Umlaufbahn des Neptun, etwa 30 bis 50 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt.
Dort fliegen Millionen kalter Brocken aus Eis, Staub und Gestein um die Sonne – Überreste aus der Entstehungszeit des Sonnensystems.
Woraus bestehen die zwei Schweife eines Kometen?
Aus einem gebogenen Staubschweif und einem geraden Gasschweif.
Beide entstehen, wenn das Eis des Kometen in Sonnennähe schmilzt und der Sonnenwind Gas und Staub wegdrückt.
Was sind Staubteilchen im Sonnensystem?
Winzige Körnchen aus Vulkanausbrüchen, Kometen und Asteroiden-Zusammenstößen.
Aus genau solchen Staubteilchen sind am Anfang des Sonnensystems auch Planeten und Monde entstanden.
Was ist ein Gravitationskollaps?
Wenn eine große Gas- und Staubwolke durch die Schwerkraft in sich zusammenfällt.
Je mehr sich die Wolke zusammenzieht, desto dichter und heißer wird sie – so entsteht am Ende ein neuer Stern.
Ab welcher Temperatur beginnt die Kernfusion (das Wasserstoffbrennen) in einem Stern?
Ab etwa 15 Millionen Grad.
Dabei verschmelzen Wasserstoffkerne zu Helium und setzen dabei eine riesige Menge Energie, Licht und Wärme frei – der Stern beginnt zu leuchten.
Warum dreht sich eine Staubwolke immer schneller, je kleiner sie wird?
Wegen der Drehimpulserhaltung.
Genau wie eine Eistänzerin sich schneller dreht, wenn sie die Arme an den Körper zieht, dreht sich auch eine schrumpfende Staubwolke immer schneller.
Warum kann man mit Infrarotlicht durch dichte Staubwolken hindurchsehen?
Weil Infrarotlicht für unsere Augen unsichtbar ist, aber zeigt, wo es warm ist.
Besondere Teleskope machen dieses unsichtbare Licht sichtbar – so lassen sich zum Beispiel neu entstehende Sterne in dichten Nebeln aufspüren.
Was ist Gravitation?
Eine unsichtbare Kraft, die alles mit Masse gegenseitig anzieht.
Je schwerer ein Objekt ist und je näher man ihm ist, desto stärker zieht es andere Dinge an – deshalb fallen Dinge auf die Erde und Planeten kreisen um Sterne.
Was entsteht, wenn sich vier Wasserstoffkerne bei der Kernfusion verbinden?
Ein Heliumkern.
Dabei wird ein winziger Teil der Masse in Energie umgewandelt – genau diese Energie lässt einen Stern leuchten.
Was ist der Strahlungsdruck eines Sterns?
Die nach außen drückende Kraft aus Licht und Wärme, die der Gravitation entgegenwirkt.
Solange sich Gravitation (nach innen) und Strahlungsdruck (nach außen) die Waage halten, bleibt ein Stern wie unsere Sonne stabil.
Woraus entstehen mit der Zeit die Planeten um einen neuen Stern?
Aus Staubteilchen, die in einer Scheibe um den Stern kreisen und bei Kollisionen zusammenkleben.
So werden aus winzigen Staubkörnchen nach und nach größere Klumpen – am Ende können daraus ganze Planeten werden.
In welchem Sternbild liegt der Orionnebel, den Karla besucht?
Im Sternbild Orion.
Der Orionnebel besteht hauptsächlich aus Gas und Staub und ist eine der bekanntesten Sternentstehungsregionen am Himmel.
Was ist eine Astronomische Einheit (AE)?
Die Entfernung zwischen Erde und Sonne – etwa 150 Millionen Kilometer.
Astronominnen und Astronomen nutzen die AE, um Entfernungen im Sonnensystem einfacher anzugeben, ohne viele Nullen schreiben zu müssen.
Was ist ein Lichtjahr?
Die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt.
Licht rast mit 300.000 Kilometern pro Sekunde durchs All – in einem Jahr legt es etwa 9,46 Billionen Kilometer zurück.
Wie groß ist die Milchstraße etwa?
Etwa 100.000 Lichtjahre breit.
In ihrer Mitte sitzt ein gigantisches schwarzes Loch, so schwer wie 4 Millionen Sonnen. Unsere Sonne liegt nicht im Zentrum, sondern weiter außen, im sogenannten Orionarm.
Was passiert bei einer Supernova?
Ein sehr großer Stern explodiert, wenn ihm der Brennstoff ausgeht.
Aus den Sternenresten entstehen neues Gas und neuer Staub, aus denen später wieder neue Sterne und Planeten entstehen können.
Welcher Stern ist der Sonne am nächsten?
Alpha Centauri.
Er ist etwa 4,4 Lichtjahre von der Sonne entfernt – das Licht von dort braucht also 4,4 Jahre bis zu uns.
Wie schnell ist Licht unterwegs?
Etwa 300.000 Kilometer pro Sekunde.
Damit ist Licht das Schnellste im Universum – in einer einzigen Sekunde könnte es die Erde etwa siebenmal umrunden.
Was ist der interstellare Raum?
Der Raum zwischen den Sternen, der nicht leer ist, sondern Gas, Staub und Teilchen enthält.
Dieses Material – vor allem Wasserstoff und Helium – ist der Baustoff für neue Sterne und Planeten.
Woher wissen Forschende, wann das Universum entstanden ist?
Sie haben berechnet, dass es vor etwa 13,8 Milliarden Jahren mit dem Urknall begann.
Beim Urknall entstanden Raum, Zeit und Energie – seitdem dehnt sich das Universum immer weiter aus.
Welche Galaxie ist unserer Milchstraße am nächsten?
Die Andromedagalaxie.
Sie ist etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und wird in ferner Zukunft, in etwa 4 Milliarden Jahren, mit der Milchstraße verschmelzen.
Warum sehen wir von der Erde aus immer nur eine Seite des Mondes?
Weil der Mond sich in genau der gleichen Zeit einmal um sich selbst dreht, in der er die Erde umkreist.
Deshalb zeigt er uns niemals seine Rückseite – man nennt das eine gebundene Rotation.
Wer war der erste Mensch auf dem Mond und wann geschah das?
Neil Armstrong, am 21. Juli 1969.
Er flog mit dem Raumschiff Apollo 11 zum Mond und sagte den berühmten Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit.“
Warum kannst du auf dem Mond viel höher springen als auf der Erde?
Weil die Schwerkraft auf dem Mond viel schwächer ist – du wiegst dort nur ein Sechstel.
Der Mond ist viel kleiner und leichter als die Erde, deshalb zieht er dich auch viel schwächer an.
Warum sehen wir manchmal Vollmond, manchmal Halbmond und manchmal gar keinen Mond?
Weil wir je nach Position von Erde, Mond und Sonne unterschiedlich viel von der beleuchteten Seite des Mondes sehen.
Der Mond selbst wird nie „weniger“ beleuchtet – er ist immer zur Hälfte hell und zur Hälfte dunkel. Wir sehen nur je nach Blickwinkel mal mehr, mal weniger von seiner hellen Seite.
Wie weit ist der Mond etwa von der Erde entfernt?
Etwa 384.400 Kilometer.
Der Mond ist außerdem etwa viermal kleiner als die Erde.
Warum hat der Mond so viele Krater, während es auf der Erde kaum welche gibt?
Weil der Mond keine Atmosphäre hat, die einschlagende Gesteinsbrocken abbremst oder verglühen lässt.
Auf der Erde schützt uns die Atmosphäre wie ein Schutzschild – die meisten Weltraum-Steine verglühen dort, bevor sie den Boden erreichen.
Wie unterscheiden sich Meteoroid, Meteor und Meteorit?
Meteoroid fliegt frei im All, Meteor leuchtet beim Verglühen in der Erdatmosphäre, Meteorit ist der Rest, der den Boden erreicht.
Ein Meteor wird oft „Sternschnuppe“ genannt, weil er als heller Lichtstreifen am Himmel zu sehen ist.
Warum bleiben Fußabdrücke und Krater auf dem Mond über sehr lange Zeit erhalten?
Weil es dort weder Wind noch Wasser gibt, die sie verwischen könnten.
Ohne Atmosphäre gibt es auf dem Mond kein Wetter – deshalb bleiben Spuren dort teils über Milliarden Jahre praktisch unverändert.
Warum ist es auf dem Mond selbst bei einem Einschlag völlig lautlos?
Weil es dort keine Luft gibt, durch die sich Schall ausbreiten könnte.
Ohne Atmosphäre kann sich Schall nicht fortpflanzen – auf dem Mond herrscht deshalb absolute Stille.